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IG Metall Augsburg

IG Metall Geschäftsstelle Augsburg



IG BCE warnt Papierhersteller UPM

10.12.2012 Der Papierhersteller UPM will die bisherige Bindung an den Flächentarifvertrag aufgeben und orientiert auf einen Haustarifvertrag. Die Augsburger Belegschaft wurde bereits informiert.

Laut einer Pressemitteilung der IG BCE-Bezirksleitung Augsburg (Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie) beabsichtigt der finnische Papierhersteller UPM aus dem Flächentarifvertrag auszusteigen. Der finnische Konzern produziert in Deutschland an sieben Standorten mit rund 4000 Beschäftigten. In Augsburg und Ettringen sind 850 Arbeitnehmer beschäftigt.

Für die Augsburger IG BCE-Bezirksleitung ist die Entscheidung der UPM-Geschäftsführung nicht nachvollziehbar. Bezirksleiter Torsten Falke berichtete, dass bereits seit mehreren Jahren durch Gewerkschaft und Betriebsräte in Augsburg und Ettringen extreme Flexibilität gezeigt würde. Die Beschäftigten seien durch "schleichenden" Personalabbau an die Belastungsgrenzen gebracht worden. Viele Zusatzbelastungen würden aufgrund der hohen Identifikation mit dem Unternehmen klaglos akzeptiert. Nun nähme das Unternehmen den Menschen auch noch die letzte Sicherheit bei Einkommen und tariflichen Arbeitsbedingungen.

"Die IG BCE fordert deshalb das Management eindringlich auf zu einer Politik der ökonomischen und tarifpolitischen Vernunft und damit zum Flächentarifvertrag zurückzukehren", so Torsten Falke. Der Flächenvertrag sorge auch für gleiche Arbeitsbedingungen in der Branche. Zugleich wäre er Ausdruck einer funktionierenden Sozialpartnerschaft. Dank dieser Zusammenarbeit sei es immer wieder gelungen, auch sehr schwierige Situationen gemeinsamen zu meistern.

Sollte es bei der Ankündigung bleiben, sei für Verhandlungen bereits jetzt festzuhalten, dass es mit der IG BCE keine Dumpingverträge geben würde. Torsten Falke: "Mindeststandards sind im Flächenvertrag festgelegt. Wir sind nicht bereit über eine Absenkung der Standards auch nur zu reden."

Torsten Falke, der auch Mitglied des UPM-Aufsichtsrats ist, stellte der Geschäftsführung von UPM ein Ultimatum. Bei einer Betriebsversammlung in Augsburg forderte er den Verzicht des Austritts aus dem Arbeitgeberverband. Würde dieser Verzicht nicht erfolgen, käme es spätestens Anfang 2013 zu Protesten und Auseinandersetzungen. "Das Unternehmen wird dann die Folgen seines Handelns hautnah im Betrieb zu spüren bekommen."

In der Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie (VAP) sind rund 180 Unternehmen mit insgesamt 40000 Beschäftigten vertreten.

Letzte Änderung: 11.05.2015


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