Burger King gegen Betriebsräte

18.07.2013 Ein Augsburger Betriebsrat bei Burger King (Yi-Ko Holding) soll gekündigt werden. Die Arbeitgeberin verdächtigt den langjährigen Mitarbeiter des Diebstahls.

Der Gerichtstermin ist am Mittwoch, 07. August 2013 um 11.15 Uhr. Die Gewerkschaft NGG bittet um Unterstützung und ruft zu einer Kundgebung "Burger King stoppen - Betriebsräte schützen" um 10:45 Uhr vor dem Arbeitgericht Augsburg, Frohsinnstraße 2, 86150 Augsburg auf.

Die Burger King GmbH lässt sich durch die Hamburger Anwaltskanzlei Helmut Naujoks vertreten.
Rechtsanwalt Helmut Naujoks ist darauf spezialisiert, Betriebsratsstrukturen zu zerstören, ist Autor des Buches "Kündigung von Unkündbaren" und sieht eine seiner Hauptaufgaben darin, "Arbeitgeber vor dem Missbrauch des Betriebsverfassungsgesetzes durch Betriebsratsmitglieder zu schützen".
Die Betriebsräte haben sich gemeinsam mit der Gewerkschaft NGG gewehrt. Gegen die Gesetzesverstöße der Arbeitgeberin wurden viele Gerichtsverfahren eingeleitet und die Vorgänge öffentlich gemacht.
Am 3. Mai 2013 hat Burger King Deutschland alle eigenen Restaurants verkauft. Die neu gegründete Yi-Ko Holding GmbH aus Stade ist seitdem mit 91 Stores der größte Franchisenehmer in Deutschland.
Sofort nach der Übernahme begann der Geschäftsführer Ergün Yildiz mit Angriffen auf die Belegschaft und die Betriebsräte. Er kündigte unter anderem an, alle Betriebsvereinbarungen zu kündigen, Dienstpläne nicht mehr von den Betriebsräten kontrollieren zu lassen, Betriebsratsarbeit nicht als Arbeitszeit anzuerkennen und neue MitarbeiterInnen tarifwidrig zu 6,50 Euro brutto einzustellen.

Letzte Änderung: 11.05.2015