EADS-Beschäftigte fordern Perspektive

IG Metall: Interessen erfolgreich durchsetzen.

25.11.2013 Die IG Metall ruft am Donnerstag, den 28. November, zum EADS-Aktionstag "Herausforderung Zukunft" an den deutschen Standorten auf.

Im EADS-Konzern findet in den kommenden Monaten die größte Umstrukturierung seit der Gründung im Jahr 2000 statt. Das Unternehmen wird nicht nur in "Airbus Group" umbenannt, sondern umfassend umgebaut. Die Sparten "Cassidian", "Astrium" sowie "Airbus Military" werden in der neuen Division "Airbus Defence & Space" zusammengeführt.

Darüber hinaus hat EADS-Chef Tom Enders kürzlich eine Umsatzrendite von zehn Prozent als Konzernziel ausgerufen. Eine renditegetriebene Unternehmenspolitik wird sich auch auf die EADS-Sparten Airbus und Eurocopter sowie auf die firmeninternen und externen Zuliefererbetriebe auswirken.

Die IG Metall ruft deshalb am kommenden Donnerstag, 28. November, zum EADS-Aktionstag "Herausforderung Zukunft" an den deutschen Standorten des Unternehmens auf. EADS-Beschäftigte werden im gesamten Bundesgebiet mit Kundgebungen und Flugblattaktionen Stellung gegen überzogene Renditeziele auf Kosten der Belegschaft beziehen und gemeinsam für eine nachhaltige Zukunftsperspektive des Konzerns eintreten. Schwerpunkte der Kundgebungen werden die Bezirke Küste und Bayern sein, dazu gibt es Aktionen an den Produktionsstandorten Friedrichshafen, Ulm, Speyer und Dresden.

Von der EADS-Konzernführung wird ein sozialer Umbau des Konzerns erwartet. Das bedeutet: nachhaltige Produktions- und Personalkonzepte für die rund 50 000 hochqualifizierten und hochmotivierten Kolleginnen und Kollegen, dazu neue Anstrengungen bei Bildung, Qualifikation und Innovation. "Wir fordern vom EADS-Konzern eine langfristige Beschäftigungs-, Produkt- und Standortsicherung", sagt Jürgen Kerner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, "das muss beteiligungsorientiert mit den Betriebsratsgremien beraten und vereinbart werden."

Letzte Änderung: 25.11.2013