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IG Metall Geschäftsstelle Augsburg



Presseinformation

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28.04.2017 Presseinformation Ausgliederung bei manroland web systems Sofortige Freistellungen statt besserer Zusagen für die Mitarbeiter

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Ausgliederung bei manroland web systems

Sofortige Freistellungen statt besserer Zusagen für die Mitarbeiter

27.04.2017

Wie auch in vielen Medien berichtet, will manroland die komplette Fertigung und deren Beschäftigte in eine eigene Gesellschaft ausgliedern. Betroffen sind etwa 300 Beschäftigte. Nach dem Gesetz können die Betroffenen diesem Übergang ihres Arbeitsverhältnisses auf die neue Produktionsgesellschaft widersprechen.

In dieser Woche versuchten Betriebsrat und IG Metall in einem Spitzengespräch unter Beteiligung des Vorstandsvorsitzenden des Gesellschafters Possehl, Herrn Uwe Lüders, Verbesserungen für die Beschäftigten zu erzielen. Hier ging es insbesondere um die Themen Beschäftigungssicherung, Gemeinsamer Betrieb, Kapitalausstattung und Investitionen.

Leider konnten in den Gesprächen keine substantiellen Verbesserungen der einseitig vom Arbeitgeber zugesagten und aus Sicht der IG Metall unzureichenden Zusagen erzielt werden. Ein letzter Versuch, eine Verständigung mit dem Gesellschafter in Person des Vorstandsvorsitzenden zu erzielen, ist gestern Abend abgelehnt worden.

Nachdem die Frist für den Widerspruch gegen den Betriebsübergang spätestens am kommenden Dienstag endet, haben heute die ersten Beschäftigten ein Widerspruchsschreiben abgegeben. Diese Beschäftigten wurden von manroland mit sofortiger Wirkung von ihrer Arbeit freigestellt.

Michael Leppek, Geschäftsführer der IG Metall Augsburg: "Die Freistellungen kamen für die Betroffenen, aber auch für Betriebsrat und IG Metall völlig überraschend und waren vorher nicht angekündigt worden."
Leppek ist "völlig enttäuscht", dass Possehl und manroland zu keinen besseren Zusagen für die Beschäftigten bereit waren. "Wenn man an sein Vorhaben glaubt, muss man doch auch belastbare Sicherheiten bieten", so Leppek. Eine Ausgliederung ohne zuvor abgeschlossene Verhandlungen mit dem Betriebsrat nennt Leppek "einen einmaligen Vorgang". "Stinksauer" ist Leppek darüber, dass man die Beschäftigten die widersprechen, einfach von ihrer Arbeit trennt, "ohne Rücksicht auf die Menschen und das Geschäft". Offenbar wolle man so weitere Widersprüche verhindern und ein Klima der Angst erzeugen. "Wir werden den betroffenen Mitgliedern Rechtsschutz geben" so Leppek. Er fordert den Arbeitgeber auf, die Betroffenen weiter zu beschäftigten und die Beschäftigten nicht weiter mit Freistellungen einzuschüchtern.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Sascha Hübner, Betriebsratsvorsitzender manroland web systems, Tel. 0171-3614950

Michael Leppek, Geschäftsführer der IG Metall Augsburg, Tel. 0160-5330212

Letzte Änderung: 28.04.2017


Adresse:

IG Metall Augsburg | Am Katzenstadel 34 | D-86152 Augsburg
Telefon: +49 (821) 72089-0 | Telefax: +49 (821) 72089-50 | | Web: www.igmetall-augsburg.de

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