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IG Metall Augsburg

IG Metall Geschäftsstelle Augsburg



So entsteht eine Tarifforderung

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07.11.2017 Ein demokratischer Prozess So entsteht eine Tarifforderung

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Ein demokratischer Prozess

So entsteht eine Tarifforderung

Ende des Jahres läuft der Tarifvertrag für die Metall-und Elektroindustrie aus. Das will die IG Metall dazu nutzen, den Tarifvertrag zu verbessern. Welche Forderungen sie dazu erhebt und worüber sie mit den Arbeitgebern verhandelt, entscheidet sie in einem demokratischen Prozess.

Der Prozess hat bereits vor Monaten begonnen und mit der Empfehlung des Vorstands Anfang Oktober eine erste Etappe erreicht. Die Empfehlung lautet: um die 6 Prozent mehr Geld und ein Anspruch für alle Mitglieder der IG Metall, ihre Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden pro Woche zu verkürzen.

Die Empfehlung ist eine erste Zusammenfassung aus den Diskussionen in den Betrieben, in der IG Metall und den Ergebnissen der Beschäftigtenbefragung. Vertrauensleute der IG Metall und Betriebsräte haben mit den Beschäftigten über ihre Wünsche und Probleme gesprochen. Ihre Eindrücke haben sie an ihre IG Metall-Vertreter in den Tarifkommissionen weitergegeben oder als Mitglied dort selbst in die Diskussion eingebracht.

Die Mitglieder der Tarifkommissionen werden in den örtlichen Geschäftsstellen der IG Metall gewählt und sind für ein Tarifgebiet zuständig. In der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie gibt es zum Beispiel die Tarifgebiete Bayern, Baden-Württemberg oder Sachsen-Anhalt.

In einer Tarifkommission sitzen gewählte Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall-Mitglieder aus den Betrieben, für die der Tarifvertrag gilt oder gelten soll. Deshalb berät sie über die Diskussionen in den Betrieben, und entwickelt daraus eine gemeinsame Position. So auch zu der Frage, was in der kommenden Runde die Forderung sein soll. Die Mitglieder der Tarifkommission bleiben dabei im Dialog mit den Mitgliedern im Betrieb. Sie vertreten die Anliegen ihrer Kolleginnen und Kollegen in der Kommission, informieren sie über die Diskussionen in der Tarifkommission und besprechen sie mit ihnen. Sie fragen: "Passt das, was wir jetzt diskutieren? Ist es das, was wir wollen?"

Die ersten Ergebnisse dieser Diskussionen der Tarifkommissionen fasst der IG Metall-Vorstand in einer bundesweiten Empfehlung zusammen. Das geschah am 10. Oktober. Ein Vorschlag liegt vor. In den Betrieben und IG Metall-Geschäftsstellen diskutieren nun Vertrauensleute, Betriebsräte und Gewerkschafter mit den Mitgliedern über die Empfehlung und prüfen noch einmal, ob er die Diskussion angemessen zusammengefasst hat.

Am 24. Oktober werden die Tarifkommission die Forderung für ihr Tarifgebiet auf Grundlage der Empfehlung und der anschließenden Diskussionen beschließen.

Am 26. Oktober wird der Vorstand der IG Metall die Forderung bestätigen. Anschließend übermitteln die Bezirksleitungen die für ihre Tarifgebiete beschlossenen Forderungen an die Arbeitgeber. Damit beginnen formal auch die Verhandlungen mit den Arbeitgebern.

Diese Verhandlungen in den einzelnen Tarifgebieten führt eine Verhandlungskommission, die die Tarifkommission als Ihre Vertretung in den Verhandlungen gewählt hat. Am 15. November geht es los.

Letzte Änderung: 03.11.2017


Adresse:

IG Metall Augsburg | Am Katzenstadel 34 | D-86152 Augsburg
Telefon: +49 (821) 72089-0 | Telefax: +49 (821) 72089-50 | | Web: www.igmetall-augsburg.de

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