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IG Metall Augsburg

IG Metall Geschäftsstelle Augsburg



2. Tarifverhandlung in Bayern am 6.12.17

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07.12.2017 Zweite Tarifverhandlung in Bayern: Arbeitgeber ignorieren weiterhin Arbeitszeitforderungen der IG Metall

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Zweite Tarifverhandlung in Bayern: Arbeitgeber ignorieren weiterhin Arbeitszeitforderungen der IG Metall

PM 28 / 6. Dezember 2017 der IG Metall Bezirk Bayern

Wechsler: "Angebot der Arbeitgeber ist eine Provokation und nicht verhandlungsfähig." - Über 4.000 Metaller demonstrieren vor dem Haus der Bayerischen Wirtschaft

In der zweiten Tarifverhandlung für die bayerische Metall- und Elektroindustrie heute in München haben die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, dass das Thema Arbeitszeit komplett ignoriert. Die Arbeitgeber bieten lediglich 2,0 Prozent mehr Entgelt für 15 Monate und eine Einmalzahlung von 200 Euro. Jürgen Wechsler, Verhandlungsführer und Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: "Dieses Angebot der Arbeitgeber ist eine Provokation und nicht verhandlungsfähig. Das Entgeltangebot ist angesichts der sehr guten Wirtschaftslage völlig inakzeptabel. Darüber hinaus erwarten wir selbstverständlich auch ein Angebot zum Thema Arbeitszeit. Die IG Metall hat ein Paket mit den Themen Entgelt und Arbeitszeit gefordert, und wir verhandeln auch nur über ein Paket."

Die IG Metall fordert in der Tarifrunde 6 Prozent mehr Geld und Ausbildungsvergütung für 12 Monate. Zudem fordert die IG Metall einen Anspruch für alle Beschäftigten, ihre Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden pro Woche zu reduzieren. Das soll mit einem Rückkehrrecht zur 35-Stunden-Woche verbunden sein. Für Beschäftigte mit zu pflegenden Angehörigen oder Kindern unter 14 Jahren soll es bei einer Arbeitszeitverkürzung einen Entgeltzuschuss von 200 Euro pro Monat geben. Für Beschäftigte in Schichtarbeit und anderen belastenden Arbeitszeitmodellen fordert die IG Metall in der kurzen Vollzeit einen Zuschuss von 750 Euro pro Jahr.

Unmittelbar vor der Verhandlung sind über 4.000 Metallerinnen und Metaller vom Gewerkschaftshaus zum Haus der Bayerischen Wirtschaft gezogen. Bei der dortigen Kundgebung haben die Beschäftigten dem ansässigen Arbeitgeberverband vbm einen Vorgeschmack auf ihre Begeisterungsfähigkeit für diese Tarifrunde gegeben. Jürgen Wechsler sagte in seiner Rede zu den Demonstranten und an den vbm gerichtet: "Heute sind wir über 4.000, und wir werden mehr. Mit Euren Drohungen mit Standortschließungen werdet Ihr die Menschen in der Metall- und Elektroindustrie nicht begeistern können."

Am 31. Dezember endet die Friedenspflicht, ab 1. Januar sind Warnstreiks möglich. Die dritte Verhandlung in Bayern ist für den 15. Januar in Nürnberg angesetzt. Im Vorfeld strebt die IG Metall Bayern Vorgespräche mit dem Arbeitgeberverband an.

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie arbeiten zurzeit rund 835.000 Beschäftigte. Davon sind 475.000 in tarifgebundenen Betrieben beschäftigt, die Mitglied des Arbeitgeberverbandes vbm sind.

Letzte Änderung: 07.12.2017


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