PM 8 / 16.02.2021

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17.02.2021 PM 8 / 16.02.2021 Mehr Geld und verbesserte Altersteilzeit für Beschäftigte in der Textil- und Bekleidungsindustrie

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PM 8 / 16.02.2021

Mehr Geld und verbesserte Altersteilzeit für Beschäftigte in der Textil- und Bekleidungsindustrie

Tarifabschluss in vierter Verhandlung in München - Entgelte steigen 2022 in zwei Schritten um 1,3 % und 1,4 % - Corona-Prämie, Erhöhung Urlaubsgeld, höhere Aufzahlungen bei Altersteilzeit - "Unsere Warnstreiks haben Wirkung gezeigt"

In der vierten Tarifverhandlung haben sich die Tarifparteien nach 14 Stunden am frühen Donnerstagmorgen auf einen Tarifabschluss für die rund 100.000 Beschäftigten - davon rund 20.000 in Bayern - in der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie geeinigt.

Für 2021 erhalten die Beschäftigten und Auszubildenden eine steuer- und abgabenfreie Corona-Prämie in Höhe von 325 Euro. Ab Februar 2022 steigen dann die Löhne und Gehälter um 1,3 Prozent, ab Oktober 2022 um weitere 1,4 Prozent. Das Urlaubsgeld wird ab 2022 um zwei Prozent erhöht. Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 25 Monaten bis Ende Februar 2023.

Außerdem wird der Tarifvertrag zur Altersteilzeit fortgeführt und sichert den Beschäftigten einen guten Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Die Arbeitgeber zahlen künftig mehr zum Altersteilzeitentgelt dazu: Der Aufstockungsbetrag steigt ab Juli 2021 um 30 Euro auf 630 Euro und ab Juli 2022 auf 650 Euro. Weiterhin erhöhen die Arbeitgeber ihre Zahlungen in einen Fonds zur Aus- und Weiterbildung in zwei Schritten von 12,50 Euro auf 15 Euro pro Beschäftigtem im Jahr.

Carsten Kuttnik, Tarifsekretär der IG Metall Bayern für die Textil- und Bekleidungsindustrie, sagt: "Dieser Abschluss ist auch eine Wertschätzung für die großartige Arbeit der Beschäftigten in der Corona-Krise. Mit dieser spürbaren Reallohnerhöhung stärken wir die Kaufkraft und tragen damit zur wirtschaftlichen Stabilität im Land bei. Unsere Warnstreiks in der vergangenen Woche haben Wirkung gezeigt. Nur mit dem Einsatz der Beschäftigten haben wir dieses Ergebnis erreichen können." Allein in Bayern hatten sich in der vergangenen Woche über 1.000 Beschäftigte aus neun Betrieben an den Warnstreik-Aktionen beteiligt.

Quelle:
Timo Günther
Pressesprecher
IG Metall Bezirk Bayern
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Letzte Änderung: 17.02.2021