PM 39 / 30.03.2021

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30.03.2021 PM 39 / 30.03.2021 Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen Die Übernahmeverhandlung in Bayern findet nach Ostern statt

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PM 39 / 30.03.2021

Pilotabschluss stabilisiert Einkommen, sichert Beschäftigung und schafft Zukunftsperspektiven
500 Euro Corona-Prämie und monatlich 2,3 Prozent Transformationsgeld - Arbeitszeitabsenkung mit Teilentgeltausgleich möglich - Automatische Differenzierung nur für T-ZUG B und nur in 2021 - Horn: "Unsere intensiven Warnstreiks haben die Blockadehaltung der Arbeitgeber aufgelöst."

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, bewertet den Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen für die Metall- und Elektroindustrie:
"Mit diesem Pilotabschluss hat die IG Metall ihre Ziele Einkommen stabilisieren, Beschäftigung sichern und Zukunftsperspektiven schaffen erreicht. Unsere intensiven Warnstreiks - nicht zuletzt in Bayern - haben die Blockadehaltung der Arbeitgeber aufgelöst. Die Beschäftigten bekommen mehr Geld und neue Möglichkeiten zur Sicherung von Arbeitsplätzen durch Arbeitszeitabsenkungen mit Teilentgeltausgleich.
Mit der steuerfreien Corona-Prämie von 500 Euro und für Auszubildende von 300 Euro erhalten die Beschäftigten im Juni eine echte finanzielle Anerkennung ihrer Leistungen in der Corona-Krise.
Ab Juli 2021 bekommen die Beschäftigten und Auszubildenden dauerhaft ein monatliches Transformationsgeld in Höhe von 2,3 Prozent ihres Monatsentgelts. Dieses Transformationsgeld wird nach acht Monaten im Februar 2022 erstmals ausgezahlt und beträgt dann 18,4 Prozent eines Monatsentgelts. Ab Februar 2023 entspricht das Transformationsgeld dann jährlich 27,6 Prozent eines Monatsentgelts.
Die Betriebsparteien entscheiden darüber, ob das Transformationsgeld ausgezahlt wird oder für einen Teilentgeltausgleich bei einer kollektiven Arbeitszeitabsenkung zur Beschäftigungssicherung eingesetzt wird. Wandeln Betriebe dann noch das bereits bestehende tarifliche Zusatzgeld (T-ZUG A) und weitere Elemente in Zeit um, bekommen die Beschäftigten bei einer kollektiven Arbeitszeitabsenkung von 35 auf 32 Stunden gut 34 Stunden bezahlt.
Die Tarifparteien in NRW haben auch die Tür geöffnet, mit Zukunfts-Tarifverträgen die langfristigen Perspektiven von Betrieben und Standorten gemeinsam zu gestalten. Wenn Betriebsräte das wünschen, müssen Betriebe künftig mit ihnen über Zukunftsperspektiven beraten.
Die von den Arbeitgebern angestrebte automatische Differenzierung von Entgeltbestandteilen gibt es jetzt ausschließlich für das Jahr 2021 und nur für das sogenannte tarifliche Zusatzgeld B (T-ZUG B), eine bereits bestehende tarifliche Sonderzahlung in Höhe von etwa 400 Euro jährlich.
Auch für die Jugend haben die Tarifparteien in NRW qualitative Verbesserungen erreicht: Dual Studierende fallen künftig während ihrer Berufsausbildung unter den Geltungsbereich der Tarifverträge der Metall- und Elektroindustrie."

Der IG Metall-Vorstand und Gesamtmetall empfehlen die Übernahme des Pilotabschlusses von Nordrhein-Westfalen auch für die übrigen Tarifgebiete. Die Übernahmeverhandlung in Bayern findet nach Ostern statt.

Quelle:
Timo Günther
Pressesprecher
IG Metall Bezirk Bayern
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Letzte Änderung: 30.03.2021